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Eikon – Issue 110/111

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EIKON #110/111

„Alles war klar“, so der Titel der Ausstellung im neu renovierten Künstlerhaus Wien (S. 108) – oder eben auch nicht, wie sich im Nachhinein immer so leicht feststellen lässt. Genau wie unsere KollegInnen am Karlsplatz, so haben auch wir uns den Verlauf unserer Eröffnungsausstellung „Michael Höpfner. Von Ruthok nach Lhamo Latso“ im frisch adaptierten EIKON Schauraum im Q21 / MuseumsQuartier Wien (S. 10ff.), der wenige Tage später aufgrund des österreichweiten Lockdowns bereits wieder schließen musste, ganz anders vorgestellt. Die bundes-, europa- und weltweit verordneten Zwangspausen, deren Auswirkungen zumindest bei den in dieser Ausgabe rezensierten Ausstellungen durch Kennzeichnung der ursprünglich geplanten sowie nachträglich neu angesetzten Laufzeiten grafisch ersichtlich gemacht wurden (S. 92ff.), haben überdies auch die Produktion von EIKON #110 zum Erliegen gebracht und sind für die Entstehung dieser Doppelnummer verantwortlich.
Viele der Bilder, die uns die Pandemie beschert hat – von den leergeräumten Supermarkt-Regalen, der übermäßigen Polizeipräsenz im urbanen Raum, welche die Einhaltung von Abstandsregeln sicherstellen soll, oder den furchtbaren Massengräbern im italienischen Bergamo –, sind inzwischen Teil eines globalen kollektiven Gedächtnisses geworden. Der radikale Bruch unseres bisher gewohnten Alltags durch behördliche Schließungen und Ausgangsbeschränkungen sowie die Aufhebung der Reisefreiheit führten zugleich zu einer massiven Verlagerung des öffentlichen Lebens in den digitalen Raum: Ausstellungsmacher sahen sich mit der Herausforderung konfrontiert, die fehlenden BesucherInnen durch Online-Rundgänge wettzumachen (ein „Viral-Werden“ von leeren Räumen, was von einigen ProfessionalistInnen nicht ausnahmslos als geglückt empfunden wird, S. 63ff.). Privatpersonen hingegen bewegen sich seither in noch größerem Ausmaß als zuvor im Netz, weswegen sich der schon länger geplante Fokus zum Thema „Digitale Bildkulturen“, der die gleichnamige Buchreihe von Annekathrin Kohout und Wolfgang Ullrich zitiert, für die vorliegende Ausgabe als nachgerade prophetisch erwiesen hat (S. 73ff.).

EIKON, a magazine established in 1991 and published by the Austrian Institute of Photography and Media Art (Österreichisches Institut für Photographie und Medienkunst), based in the Museumsquartier Wien, views itself as a platform for Austrian and international artists from the fields of photography and media art.

EIKON is a bilingual magazine (German/English) published quarterly. A major feature of the magazine is its close collaboration with the presented artists, which is also reflected in the limited art editions published by EIKON (Edition EIKON). In addition, special issues are published on various occasions.

Having received a great deal of attention since its inception, EIKON Schauraum is a presentation platform in the heart of the Museumsquartier providing free access to Austrian and international photography and media art 24 hours daily.

Additionally, EIKON has assembled a comprehensive reference library, where visitors are free to browse more than 5,000 publications about topics such as photography, fine arts, art history, and technology.

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