SZ LANGSTRECKE

Issue 1/2017
Langes von der Süddeutschen


SFr.16.00 Sold Out

Wir nehmen weniger häufig Tageszeitungen in die Hand, als wir gerne würden; der Nachrichtenfluss bewegt sich schneller, als wir mitschwimmen können. Und selbst wenn wir mal mit der NZZ und einer Tasse Kaffee an den Tisch sitzen, lesen wir nicht alles. Nicht nur weil wir die Zeit nicht haben; es ist auch nicht alles lesenswert, vieles sind aufbereitete Agenturmeldungen.

Bei einer soliden Tageszeitung wie der NZZ oder dem Tages-Anzeiger lesen wir wahrscheinlich weniger als die Hälfte des Inhalts; bei einer 20Minuten ist der Prozentsatz höher, aber der Informationsgehalt tiefer. Vieles von dem, was wir lesen, haben wir innert einer Woche auch schon wieder vergessen, und immer häufiger kommt die Frage auf: Weshalb überhaupt mithalten? Wieviel verlieren wir, wenn wir uns einfach ganz ausklinken und nur noch die Online-Headlines überfliegen?

Was wir verlieren würden, sind die tiefgründigen Geschichten der etablierten Tageszeitungen. Die aufwändigen Eigenproduktionen, in die mehr als ein halber Arbeitstag gesteckt wurden. Die Reportagen, die Interviews, die Themenschwerpunkte, die rechercheintensiven Analysen.

Die Süddeutsche Zeitung möchte nicht, dass ihre Leser diese Geschichten verpassen. Sie packt die grossen Geschichten deshalb in ein quartalsweise publiziertes Magazin, die Süddeutsche Zeitung Langstrecke. Ganz nach dem Motto des britischen Slow Journalism Titels DELAYED GRATIFICATION.

337 Minuten Lesezeit wird vorgerechnet, mit Lesezeitangaben zu jedem Artikel. Kaum ein Artikel hat eine Lesedauer unter 10 Minuten. Aber jeder von denen ist selbst nach dem vergangenen Quartal relevant genug, dass die SZ-Redaktion sagt: Den musst du gelesen gehaben. Mit einem Themenschwerpunkt zu Trumps Welt, Geschichten zur FIFA, einem Interview mit Schönheitschirurgen und zwanzig weiteren Geschichten. Es sind die Filetstücke aus einer der besten Redaktionen Deutschlands, aussortiert und als Magazin aufbereitet — zum Preis von fünf SZ-Tagesausgaben.

Ein Grund weniger, die Tageszeitungen täglich selber zu durchkämmen.

Sprache: Deutsch

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